
Das Pharmaziemuseum der Apothekerfamilie Peer in der Brixner Adlerbrückengasse wurde im Jahr 2002 eröffnet. Hier gibt es allerlei interessante und kuriose historische Utensilien, Gefäße, Arzneimittel und Verpackungen aus dem Apothekenalltag zu entdecken, darunter etwa Zäpfchenformen oder goldene Pillen.
Zum Pharmaziemuseum gehört auch eine kleine historische Bibliothek, die rund 1.250 Bände aus fünf Jahrhunderten zählt. Sie wurde im Jahr 2002 von EHB-Mitarbeitern katalogisiert, nachdem für den bislang unsignierten Bestand eine eigene Aufstellungssystematik entworfen worden war.
Die Büchersammlung umfasst hauptsächlich naturwissenschaftliche Werke, darunter etwa zahlreiche Kräuterbücher (z.B. ein schönes handkoloriertes Kräuterbuch-Exemplar des italienischen Arztes und Botanikers Pietro Andrea Mattioli), botanische Bestimmungsbücher, Rezeptsammlungen, physikalische und chemische Schriften oder medizinische Abhandlungen. Etwa die Hälfte der Drucke stammt aus dem 19. Jahrhundert, gefolgt von Werken aus dem 20. Jahrhundert. 9% der Bücher wurden im 18. Jahrhundert gedruckt, nur etwa 3% vor 1700. Der Anteil der Tirolensien am Gesamtbestand beträgt 15%.